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Wir lassen uns von der Krise nicht klein kriegen

Doch die Krise macht uns zu schaffen.
 
Aufgrund der momentanen Situation das sich die Lage durch der vielen Mutationen von COVID-19 verschlechtert, sind wir zu verstärkter Vorsicht angehalten. Daher, und aufgrund der Regelungen der Regierung, sind wir zum längeren Stillstand gezwungen.
 
Trotz des Stillstandes fallen laufende Kosten weiter an. Neben den Lebenshaltungskosten für Tier und Mensch fallen Kosten für Versicherung, Reparaturen, Pacht, Strom, Wasser, Öl an.
 
Sie können uns jedoch unterstützen mit einer Sach- oder Futterspende vor Ort.
 
Oder Kontaktlos können Sie uns mit einer Spende helfen.
Hier ist die Bankverbindung:
Postbank
IBAN DE84250100300425666304
Verwendungszweck:
Futterspende Circus Paul Busch
Kontoinhaber Natascha Frank
 
Wir möchten uns bereits in Voraus im Namen aller Artisten und Tiere des Circus Paul Busch für Ihre Unterstützung bedanken.

Geschichte der Busch Dynastie

Von Paul Vinzenz Theodor Busch und seiner Ehefrau Constanze am 29.Juni 1884 in Svendborg gegründet, erobert der Circus Busch die Herzen Europas. Die „Buschens“ besitzen schon im Jahre 1891 in Hamburg, 1892 in Wien und 1895 in Berlin feste Bauten mit bis zu 4300 Plätzen. 1902 und 1903 erwerben sie zudem Gebäude des Circus Renz in Hamburg und Breslau. Paul Busch stieg somit zum neuen Circuskönig auf.

1886 wird Tochter Paula Busch geboren, 1911 heiratete sie Dr. Alois Uhl, 1913 erblickt die gemeinsame Tochter Micaela das Licht der Welt. Paula Busch wird 1917 erst Mit- und nach dem Tode ihres Vaters 1927 Allein-Direktorin des Busch-Imperiums. Zugleich ist die „Grande Dame des deutschen Circus“, wie sie später genannt wird, als Schriftstellerin tätig und schreibt nicht nur Manegenschaustücke für den eigenen Circus, sondern auch Romane, Kinderbücher und ihre Memorien „Das Spiel meines Lebens“.

1936 heiratet Micaela Busch den Geschäftsführer des Unternehmens Emil Wacker, am 15.März 1937 wird der gemeinsame Sohn Paul Busch geboren. Im selben Jahr wird der Berliner Bau von den Nazis abgerissen. 1944 feiert Paula Busch in Breslau das 60. Jubiläum des Circus Busch. Nur ein Jahr später muss sie von dort Flüchten und rettet sich mit 60 Pferden, 10 Exoten, 12 Wagen und 40 Mitarbeitern nach Berlin.

1946 wird als Arena, also unter freiem Himmel, im Zoologischen Garten gespielt, 1947 in einem gemieteten Zelt. 1948 gibt der Circus seine letzte Vorstellung und Paula geht zu ihrer Tochter Micaela nach Schweden, die dort mit ihrem Mann ebenfalls einen Circus betreibt. 1952 wagt Paula Busch den Neuanfang mit einem neuen Zeltgeschäft. Premiere ist Northeim, im Sommer spielt sie zweieinhalb Monate in Berlin am Funkturm.
Paul Busch, Sohn von Micaela, verbrachte die Kriegsjahre hauptsächlich im Luftschutzkeller, war Fluchthelfer für viele jüdische Mitbürger und war schließlich mit Mutter Micaela selbst auf der Flucht vor der Gestapo nach Schweden. Gemeinsam mit ihr ging er 1953 mit Circus Busch auf Asien-Tournee, Singapur / Hong Kong. Dort war er als technischer Leiter, Zelt-Meister und Regisseur tätig.

Paula Busch erhält 1961 das Bundesverdienstkreuz, doch am 18.Juni 1962 gibt der Circus von Paula Busch seine letzte Vorstellung. Zwei Tage zuvor war das Konkursverfahren eröffnet worden. Eine Fusion zwischen dem „Circus Busch-Berlin“ und dem „Circus Roland-Bremen“ sicherte vorerst den Fortbestand des traditionsreichen Namens „Busch“ unter dem Namen „Circus Busch-Roland“.

Paul war Mitbegründer des Berliner „Tempodrom“ und ging zwischenzeitlich mit seinem „Circus Busch Varieté“ auf Reisen. Als der Circus Busch-Roland 2010 den Tourneebetrieb einstellte, wuchs in Paul Busch ein lang gehegter Traum, nämlich den Circus seiner Vorfahren wieder auferstehen zu lassen.